Per U-Bahn durch die Leopoldstadt
Per U-Bahn durch die Leopoldstadt
REISEFÜHRER. Die Eröffnung von fünf neuen U2-Stationen ermöglicht die komfortable Fahrt zu – mehr oder weniger bekannten – Sehenswürdigkeiten.
Der 10. Mai markiert jenen Tag, an dem Fußballfans nicht mehr mühsam mit der Straßenbahn ins Ernst-Happel-Stadion fahren müssen. Erstens, weil es die Straßenbahnlinie 21 ab diesem Tag nicht mehr gibt, zweitens, weil die U2-Verlängerung vom Schottenring zum Stadion eröffnet wird. Die Zeit, die der Fan durch die schnellere Verbindung nun einspart, könnte er untern anderem mit ein bisschen Sightseeing ausfüllen. Zu sehen gibt es an den fünf neuen Stationen genug – kaum etwas davon steht in einem Reiseführer.
[…]
Krieau. Auf dem Weg in Richtung Stadion erlebt der zu früh ausgestiegene Fußballfan auch hier das Aufeinandertreffen von alt und neu. In den Glasscheiben entlang der U-Bahn-Station spiegelt sich das rote Wien mit einem Gemeindebau der für die Bauzeit 1930/31 erstaunlich schmucklos wirkt – von den Balkons mit ihren grünen Windfängen vielleicht abgesehen. Auf der anderen Seite der Station wartet die Moderne, wartet der Würstelstand-Kiosk-Hybrid „Igel“, dessen Spitzen in der Nacht leuchten. Dahinter zeichnen sich immer deutlicher die Konturen des neuen Büro-Stadtteils „Viertel Zwei“ ab – mit dem Hotel „Hotel Zwei“ und dem 80 Meter-Hochhaus „Hoch Zwei“ (wie sonst) als markantesten Punkten. Weniger markant, weil flacher, dafür umso traditioneller ist die Trabrennbahn in der Krieau. Freunde von Pferdewetten wissen Bescheid. […]